Flying corruption

(Regieanweisung:) Szene am Flughafen von Cox’s Bazar, Bangladesch. Boarding zone. Zu sehen ist der überfüllte Wartebereich (der Flug hat Verspätung). Die Erzählerin und ihr bengalischer Freund Gopal sitzen nebeneinander mit Blick auf die Landebahn, rechts von ihnen die Kontrollschleuse mit Gepäckscanner, Metalldetektor-Rahmen und dem Kontrollteam: Eine dickliche Frau hinter dem Computer-Bildschirm, hinter einer Art Tresen eine junge Frau und ein Grenzbeamter in Uniform, direkt vor dem Metalldetektor ein schlanker Mit-Dreißiger im Anzug.

„Soll ich noch einen Kaffee holen?“, frag ich. Aber Gopal ist plötzlich völlig abwesend, scheint sich auf irgendwas anderes zu konzentrieren. Trotzdem bemerkt er meinen fragenden Blick. „Moment, ich kann gerade nicht, ich beobachte gerade was“. Ich folge seiner Blickrichtung: Der Mit-Dreißiger im Anzug tastet gerade einen jungen Mann ab. Auf eine seltsam sanfte Art, streicht er ganz langsam von oben nach unten über die Kleidung mit kleinen kreisenden Bewegungen um die Hosentasche, dann gleiten seine Hände an der Oberschenkel Innenseite nach unten. „Ist der schwul?“, flüstere ich Gopal zu. Aber der zischt nur: „Warte ab. Beobachte!“

Ich kann zwar die Worte nicht verstehen, aber der Anzug-Mann ist honigsüß-freundlich, dass merkt man, er lächelt ständig. Dann lotst er den jungen Mann zum Gepäckscanner. Offenbar ist eine große Tüte das einzige Hand-Gepäckstück des jungen Mannes, der aussieht wie ein Student. Der Anzug läßt den Studenten alles auspacken. „Das sind Süßigkeiten, Spezialitäten aus Myanmar, die kriegt man hier in Bangladesch nicht“, informiert mich Gopal. Mindestens zwanzig Packungen sind jetzt auf dem Band ausgebreitet. Der Anzug grinst den Studenten an, sagt was. Der junge Mann wirkt angespannt. Er schiebt dem Kontrolleur eine Packung Süßigkeiten zu, schaut kurz auf und schiebt dann dem Anzug noch eine Packung zu. Der verabschiedet den Studenten überschwenglich und wendet sich dann dem nächsten Reisenden zu, der durch den Metallrahmen will.

Gopal steht auf, schlendert lässig zum Pfeiler neben dem Kontrollpunkt und positioniert sich direkt hinter dem Anzug-Kontrolleur. Gopal, der Spion…. Der Anzug bemerkt nicht, wer ihm da im Nacken sitzt bzw. steht. Wohl aber die beiden hinter dem Kontroll-Tresen. Sie beobachten Gopal genau, die junge Frau mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen.

Nach einiger Zeit kommt Gopal zurück und erzählt mir, wie er beobachtet hat, dass diesmal sogar Geldscheine den Besitzer gewechselt hätten. Die Masche sei nicht einmal subtil: Erst verwickelt der Kontrolleur sein Opfer in ein Gespräch, plaudert angeregt, wobei er darauf hinweist, dass das Team ja schon den ganzen Tag hier stünde und es daher ja schon gut wäre, wenn der Reisende dem Team eine kleine Spende geben würde.

Wir beobachten weiter, vor allem auch, weil wir wissen wollen, welche Flugäste hier abgezockt werden. Ausländische Reisende auf jeden Fall nicht. Und die bengalischen Opfer sind immer gut gekleidet, meistens Typ Geschäftsmann. Wir haben insgesamt vier dieser Transaktionen beobachtet, bei denen jedes Mal etwa 200 oder 3oo Taka ‚gespendet‘ wurde, das sind umgerechnet 2 bzw. 3 Euro. Nur bei einem ‚Geschäftsmann‘ lief es anders: Auch er wurde super-sanft abgetastet, umschmeichelt und dann um die Spende angehauen. Der Herr hat gelacht, abgewunken und ist dann einfach weiter gegangen. Ohne jegliche Konsequenzen!

Drei Dinge haben mich bei dieser Szenerie verblüfft: Dass diese Korruption so offen, unverhüllt und unverfroren stattfindet. Dass offenbar das ganze Team eingeweiht oder sogar beteiligt ist und es nicht mal für nötig befindet, den Anzugträger zu warnen, wenn er bei seinem Tun beobachtet wird – so sicher fühlen sie sich. Und drittens, dass fast alle ‚Opfer‘ bei diesem korrupten System mitmachen – obwohl es doch offenbar (wenigstens in diesem Fall) so leicht ist, sich dem zu entziehen.

 

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Beaching at Cox’s Bazar

Ich habe Tage in den Flüchtlingscamps verbracht – morgens früh hin und in der Dämmerung zurück zum Hotel. Aber an einem Tag haben wir’s tatsächlich auch mal am frühen Nachmittag aus den Rohingya-Camps geschafft und sind auf kleinen Schleichwegen durch den unglaublich schönen letzten Rest Wald gefahren, der noch nicht für die Camps abgeholzt wurde und immer noch Lebensraum für Elefanten und exotische Pflanzen ist. Unser Ziel war, endlich mehr von dem ‚größten Strand der Welt‘ zu sehen, als den Abschnitt, den ich morgens aus dem Hotelfenster zu sehen kriege.

Strand

Tatsächlich haben wir aber, kaum aus dem Wald raus, erstmal vor allem Boote gesehen. Diese wunderschönen, speziell geformten Fischerboote, mit denen die Fischer oft wochenlang auf dem Meer verbringen – angedockt entlang eines kleinen Flusses, der offenbar gleichzeitig eine Art Haltestelle vor dem nächsten Einsatz und Werkstatt ist.

Ich konnte mich nur schwer sattsehen an diesen farbenfrohen Booten. Aber wir wollten ja zum Strand, möglichst nicht an einen touristischen Abschnitt, entschied ich. Was bei diesem über 120 kilometerlangen Strand ja kein Problem ist. Anhalten, aussteigen und den Sand unter unseren Füßen spüren… Diese Weite! Das beruhigende Blau des Meeres, die sanften Wellen. Vergessen sind die elenden Hütten an den instabilen Sandhügeln. Diesen beruhigenden, meditativen Effekt hat das Meer immer auf mich.

Aber wir sind trotzdem nicht ganz allein hier : Zwei Fischer tragen Körbe, ein anderer etwas, was aussieht wie ein nasses Tuch. Und etwas weiter weg kommt gerade eines der Fischerboote von seinem Fang zurück…

Das Boot ankert aber nicht nur, sondern wird mit vereinten Kräften der Fischer an Land gezogen

Das Boot wirkt riesig neben den vielen Männern. Und als die Männer ihren Fang gleich neben dem gestrandeten Riesen-Hörnchen auskippen, bin ich erst ziemlich gespannt….dann fast schon entsetzt:

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So wenig? Und so kleine Fische? Ich hoffe, dass das wenigstens der Fang von nur einem Tag ist, denn mit dieser Ausbeute können sich die Männer ja wohl kaum finanziell über Wasser halten.

Ein Pfiff. Und schon läuft das nächste asiatische ‚Wikingerboot‘ aufs Trockene…

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Wir müssen langsam wieder los. Obwohl es uns allen schwer fällt, uns von diesem wunderschönen Strand loszureißen. Aber die Muschelausbeute ist bescheiden und unsere Krebs-Fang-Erfolge hundsmiserabel – immer wenn wir näher kommen, gräbt sich das rote Tier so schnell in den Sand, dass es nicht mehr zu sehen ist. krebsAls ich zurück in meine Hotelzimmer bin, merk ich, wie ich noch immer das Gefühl der Wellen an meinen Beinen spüre. Gerade geht die Sonne unter – auch schön, passend zu meiner Stimmung

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Duschen, umziehen…es ist immer noch Zeit bis zum Essen. Ich schwanke zwischen einem Powernap und einem Strand-Shop-Bummel – ratet, welche Idee gewonnen hat 😉

Neben dem üblichen Touri-Klimbim wie Muschelketten, Strandhüte und Souvenir-Schlüsselanhänger gibt es auch hier die typisch bengalischen Kleinigkeiten, wie zum Beispiel Paan. Ihr erinnert Euch? (yvonnekoch.wordpress.com/2014/11/15/want-to-try-paan-der-bengalesische-kaugummi/) Und noch was gilt als bengalische Spezialität: Dry fish – getrockneter Fisch. Hier gibt es große Läden mit allen denkbaren Varianten davon.

Klar, hab ich natürlich auch mal probiert. Aber neben dem bitteren Corolla (auch Korola, Bittergurke oder bitter melon genannt), ist Trockenfisch eines der wenigen Gerichte, die ich nicht unbedingt noch einmal essen will.

Was ich allerdings sehr gerne möchte: Nocheinmal mit ganz viel Muße zurück nach Cox’s Bazar, zurück zu diesem wunderschönen, vom Tourismus fast unberührten und unendlich langen Strand….Vielleicht schaff ich es doch irgendwann mal, nur als Tourist nach Bangladesch zu reisen – Insha’allah!

 

 

The Maghi-system

Die Sicherheitslage in den Rohingya Camps sei sehr unsicher, hieß es. Vor allem für ‚foreigners‘ sei es gefährlich, hieß es. Es habe auch schon Entführungen gegeben, hieß es… Was hab ich nicht alles für Horrorstories gehört vor der Reise.

Dass davon Vieles übertrieben oder sogar falsch ist, hab ich schon vor der Reise in die Camps gewusst: Zum Beispiel gab es zwar Entführungen, aber vor allem in den Chittagong hills – und die sind über 100km von den Rohingya camps entfernt, in die ich wollte. Allerdings warnten mich meine Kontakte und Freunde vor Ort, dass das Militär in dieser Gegend stark aktiv sei und ziemlich pingelige Kontrollen durchführe. Man bräuchte auch Genehmigungen, wenn man in die Camps wolle, sagten manche. Andere beruhigten mich, das sei alles nur ein Aufplustern – die Regierung von Bangladesch wolle den vielen internationalen Hilfsorganisationen nur demonstrieren, dass sie erstens wichtig sei und zweitens die Lage unter Kontrolle habe. Insofern war ich ziemlich gespannt, wie es in den Camps tatsächlich zugeht.

Um es schon mal vorweg zu nehmen: Von den bengalischen Militärs hab ich nur sehr wenig mitgekriegt: Kurz vor dem Zugang zu den Camps war eine kleine Schranke aufgebaut, die etwa die Hälfte der Straße absperrte. Dort standen zwei Männchen in Tarnanzug und hielten ab und zu Autos an. Das sah ziemlich willkürlich aus. Und kontrolliert wurden vor allem Einheimische, war mein Eindruck. Unser Auto mit dem Label einer Hilfsorganisation wurde jedenfalls nie angehalten. Und in den Camps selbst hab ich nicht einen Uniformierten gesehen. Ja, das Militär sei selten hier, bestätigt mir einer der NGO-Mitarbeiter im Camp Balukhali dann auch.

Aber irgendein Ordnungssystem, sowas wie Polizei muss es ja schon geben… Immerhin leben in den Camps Hunderttausende auf engstem Raum zusammen. Und keiner kann mir erzählen, dass es da nicht zu Streit, Diebstählen oder sogar Schlimmerem kommt. Dafür gibt es das Maghi-System, verrät mir Maleque, einer der Ortsansässigen, die hier nur ‚locals‘ genannt werden. Maghi, gesprochen ‚Madschi‘ – nie gehört. Meine erste Assoziation ist die Würzsauce meiner Kindheit und offenbar hab ich deshalb einen verblüfft-dümmlichen Gesichtsausdruck. Jedenfalls wird mir dann erklärt, dass das eine Art Verwaltungssystem innerhalb der Rohingyas ist. Aber das könne mir ein Maghi wahrscheinlich besser erklären. Und schon ist Maleque weg….

camp maghi3

Kurz danach taucht er mit einem Mann im Schlepptau wieder auf: Drahtig, graumelierter Bart, Hemd oben, Lungi unten und Wollmütze auf dem Kopf. Das ist der Maghi der umliegenden Familien, stellt der NGO-Mitarbeiter ihn vor, sein Name sei Nur Mohammad. Ich stelle mich auch vor. Habib, mein Dolmetscher, übersetzt. Und ich merke schnell, dass dieser Maghi ziemlich aufgeschlossen ist und mir ganz bereitwillig meine Fragen beantwortet. Das Maghi-System, erklärt er, ist quasi eine Kooperation zwischen den Rohingya und dem Militär von Bangladesch. Weil die Militärs diese Masse von Menschen in den Camps niemals alleine kontrollieren und organisieren könnten, haben sie angesehene Männer innerhalb der Flüchtlinge als Helfer eingesetzt. Er selbst sei einer der Sub-Maghis, damit sei er für 100 Familien hier im Block 2 im Camp Balukhali zuständig. Das heißt, er weiß, wieviel Kinder geboren werden, wer krank oder gestorben ist, wo und wann Hilfsgüter verteilt werden und er schlichte auch kleinere Streitigkeiten.

Außerdem befehlige er eine Art kleine Bürgerwehr, also Freiwillige, die vor allem nachts patroullieren und nach dem Rechten sehen. Alle Sub-Maghis in diesem Camp unterstehen dem Maghi, der für das ganze Camp zuständig ist und der wiederum ist dem Ober-Maghi untergeordnet, der den Überblick über alle Camps hat und eng mit dem bengalischen Militär zusammenarbeitet.

Der Maghi hat sich warm geredet, er wirkt locker und offen. Also versuche ich das zu nutzen: Was denn, seiner Meinung nach, die Hauptprobleme im Lager seien, frag ich. Und bin verblüfft über die Antwort: „Elefanten“

camp maghi elefant

Die würden nämlich nachts immer öfter in die Camps eindringen, wahrscheinlich weil sie Essen riechen würden oder einfach wieder zurück in ihre Wälder wollten. Klar, denk ich, da wo sich jetzt die Flüchtlingscamps über Kilometer an und zwischen die Hügel quetschen war davor ja alles bewaldet – der Lebensraum unter anderem auch von wild lebenden Elefanten. Jedenfalls kämen die grauen Riesen nachts und trampelten alles nieder, auch Menschen seien da oft unter den Opfern.

Ein anderes Problem im Moment seien die ‚locals‘, meint der Maghi. Es komme immer öfter vor, dass die ebenfalls nachts bewaffnet in die Camps einfallen. Die Stimmung gegen die Flüchtlinge sei zum Teil sehr aggressiv. „Wir sind an allem schuld, in deren Augen“. Ich beobachte ihn, während er das sagt. Er presst die Kiefer aufeinander, seine Stimme wirkt jetzt fast etwas trotzig. Wie alt er wohl ist? Wenn er lacht, schätze ich ihn auf dreißig, aber jetzt gerade… mindestens 10 Jahre älter. Ich frag ihn nach seinem Alter – auch damit sich sein Kiefer wieder lockert. Er sei 45 Jahre alt, meint Mohammad Nur, jedenfalls ungefähr. Er lacht. Klar, Geburtstage sind weder in Myanmar noch in Bangladesch besonders wichtig und hier wie dort wird bei den Dokumenten diesbezüglich schon auch mal geschummelt. Wir lächeln uns an. Dann frag ich weiter: Bei so vielen Menschen, die auf engstem Raum zusammenleben gibt es doch bestimmt auch noch andere Probleme. Wie sieht es da aus? Der Maghi lehnt sich selbstsicher zurück, drückt die Knie weit auseinander und versichert mir, dass da das Maghi-System hervorragend greife – sie hätten die Querelen und kleiner Diebstähle ganz gut im Griff. Ich fixiere seine Augen. Tatsächlich? Gibt es wirklich keine anderen Probleme?

Jetzt rutscht er auf dem Stuhl ganz nach vorne, das Lächeln verschwindet. Ich kann förmlich spüren wie ‚der Rolladen runtergeht‘. Jetzt ist es an mir, beruhigend zu lächeln und zu erklären, dass unser Gespräch in Bangladesch ja nicht zu hören oder lesen sein wird. Ich schreibe ja nur in deutsch und veröffentliche auch nur in Deutschland… Er zögert, wieder malmt der Kiefer, eine Ader an der Schläfe pocht. „Ja“, sagt er dann langsam, „es gibt auch noch andere Probleme…“ Erst vor ein paar Tagen sei zum Beispiel ein kleines Mädchen hier entführt worden. Die Eltern hättten kurz danach Bilder von ihr aufs Handy geschickt bekommen mit einer Lösegeld-Forderung. Lösegeld? Von geflüchteten Rohingyas? Das wundert mich, die hatten doch bestimmt kein Geld gehabt. Maghi Nur legt den Kopf schief und spricht jetzt ganz leise: Wenn man sein Kind wiederhaben wolle, komme man schon irgendwie an Geld. Dann schaut er mich wieder direkt an. Sie hätten den Erpresser dann nach der Geldübergabe verfolgt und ihn dann samt Komplizen gefasst. Das Mädchen sei auch wieder bei den Eltern. Ich halte den Blick fest… Ich hätte auch noch von anderen Problemen gehört. Wie manche Menschen auch noch auf andere Art an Geld kämen. Seine Augen weiten sich, er senkt den Blick, rutscht auf dem Stuhl hin und her. Ich warte, blicke ihn aber weiter an. Dann plötzlich seufzt der drahtige Mann, seine Schultern hängen nach vorne. Es sei so eine Schande, sagt er. Und er wünschte, er müsste nicht darüber sprechen. Sein Blick streift mich nur flüchtig. Ich sage nur ein Wort: „Please“

Er räuspert sich. Ja, es gäbe da noch ein Problem. Und das hätten die Maghi leider nicht im Griff… Es gäbe immer öfter Fälle von… er holt tief Luft…Prostitution im Lager. Mädchen und junge Frauen verschwänden plötzlich und würden dann in einem anderen Camp oder in Cox’s Bazar ‚angeboten‘. Und alles deute darauf hin…er schüttelt resigniert den Kopf…dass nicht nur ‚locals‘ zu diesem Verbrecher-Ring gehören, sondern auch seine eigene Volksgruppe. Dass Rohingyas ihre eigenen Frauen zum Sex zwingen. Dass mache ihn fassungslos. Er schäme sich für diese Menschen.

Fast bin ich versucht, ihm die Hand auf den Arm zu legen. Aber nur fast. Das ist in Bangladesch und bestimmt auch in Myanmar einfach ein No-Go. Also nicke ich nur verständnisvoll und bedanke mich für seine Offenheit.

Mir schwirrt der Kopf als ich sein Zelt verlasse. Eigentlich hätte ich noch viele Fragen. Aber ich habe gemerkt, dass jede weitere im Moment zu viel wäre. Manchmal muss man es eben auch gut sein lassen…

 

 

 

 

 

Emergency aid – also has disadvantages

Soweit das Auge reicht seh ich die Hütten der Geflüchteten, der Rohingyas. Rundherum diese Konstruktionen aus Bambus und Plastikplanen.  Hier auf diesem Hügel krieg ich einen Eindruck, wieviele Menschen tatsächlich aus Myanmar hierher geflüchtet sind. Nur ein Eindruck, sogar ein kleiner Eindruck. Denn dieses Camp ist ja nur eines von zwölf Flüchtlingslagern, die seit August vergangenen Jahres aus allen Nähten platzen.

Wobei Flüchtlingslager eigentlich der falsche Begriff ist, denn die Rohingya sind in Bangladesch offiziell nicht als Flüchtlinge. Das Land hat die internationalen Flüchtlingskonventionen nie unterschrieben und es sind auch keinerlei Regelungen vorgesehen, die ein offizielles Asylverfahren möglich machten. Trotzdem nimmt Bangladesch seit Jahren (als fast einziges Land) die aus Myanmar Geflüchteten auf und hat auch seit Jahren eine Nothilfe-Partnerschaft mit der Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen, dem UNHCR.

Mittlerweile tummeln sich unzählige Hilfsorganisationen in den Rohingya Camps im Süden von Bangladesch, Regierungsorganisationen, große, international bekannte NGOs genauso wie kleine, örtliche. Es ist enorm, was hier vor allem in den letzten sechs Monaten an Hilfslieferungen, Organisation und Manpower reingesteckt wurde. Und auf den ersten Blick wirkt auch alles gut durchdacht.

Auf den zweiten Blick allerdings wird deutlich, dass hier alles nur ‚NOTHILFE‘ ist, ein schnelles Eingreifen in einer Krisensituation, meist ohne einen langfristigen Plan. Was übrigens von der bengalischen Regierung ganz bewusst so gehalten wird, die Camps sollen ja nur ‚vorübergehend‘ sein. Und genau dieses Provisorium könnte bald zu einem Riesenproblem für die Flüchtlingscamps werden. Ach was sag ich, es ist schon jetzt eins und wird bald noch schlimmer.

Es gibt zum Beispiel kein geregeltes Abwassersystem in den Camps. Auf den Bildern  seht ihr wie sich Waschwasser oder auch das Blut von geschlachteten Tieren willkürlich einen Weg durch das Lager sucht.

Es gibt zwar in den Camps Toiletten in regelmäßigen Abständen, so dass theoretisch die Notdurft-Versorgung ausreichend wäre. Aber das ist eben nur theoretisch so. Denn die meisten Toiletten sind Plumpsklos nach dem Sickergruben-Prinzip. Das heißt konkret, die Wellblech- oder Plastikplanen-Klozellen stehen um ein Loch im Boden. Dieses Loch ist der Abschluss mehrerer Betonringe, die in die Erde gelassen sind. Auf dem Bild unten links seht ihr solche Betonringe. Normalerweise endet diese Art von Klo in einer Sickergrube: Die flüssigen Bestandteile der Exkremente dringen ins Erdreich ein und werden dort durch Sand und Erde gefiltert, während die festen Bestandteile regelmäßig entfernt werden – die Sickergrube muss also geleert werden. Dieses Entsorgungssystem gibt es im Camp aber nicht. Das heißt, viele der Plumpsklos sind voller…Entschuldigung, ich muss es beim Namen nennen: Scheiße. Dadurch sind viele Klos erstens nicht mehr nutzbar, weil voll, zweitens ein großes Geruchs- und Hygieneproblem und drittens auch ein Problem für die meist in der Nähe installierten Wasserstellen – das Wasser dort ist damit nämlich auch kontaminiert. (letztes Bild: Wasserstelle neben Klo). Kein Wunder also, dass in den Lagern immer wieder Fälle von Diphterie auftreten.en

 

Seht Euch auch mal die Hüttenkonstruktionen genauer an: Bambusstangen, die mit Plastikplanen umwickelt sind. Danach die filigranen Brückenkonstruktionen. Und dann stellt Euch vor, wie das alles aussieht, nachdem ein heftiger Wirbelsturm darüber  hinweggefegt ist. Ab April könnte das real werden, denn dann beginnt die Zyklonen-Saison in der Küstenregion. Und kurz danach, schwappt dann das nächste Problem auf die Flüchtlingscamps zu:

Etwa Ende Mai beginnt die Regenzeit, der Monsun. Und ich möchte mir gar nicht vorstellen, was bei den heftigen Regenfällen mit den an den Hang geklebten Hütten und den Hügeln voller Exkrementen passieren wird…  Abgesehen davon, dass die in den Sand gestampften Treppen und Wege nicht mehr begehbar sein werden. Und damit werden auch die vielen Mitarbeiter von Hilfsorganisationen nicht mehr ins Camp kommen können.

Camp Kinder

 

 

 

 

Kinder im Camp

Es gibt unglaublich viele Kinder in diesen Rohingya Camps im Süden von Bangladesch. Manche sind in Gruppen unterwegs, stromern herum, viele aber arbeiten – zum Teil sehr hart. Aber alle wirken irgendwie… richtungslos. Offenbar sind die Eltern selbst zu sehr mit sich und ihren Problemen beschäftigt. Eine Therapeutin im Camp hat mir erzählt, dass die meisten, die zu ihr kommen, an den traumatischen Erlebnissen in Myanmar leiden. Sie haben Flashbacks, also plötzlich aufblitzende Erinnerungen an schreckliche Situationen. Oder leiden an Schlaflosigkeit, weil sie Angst vor Albträumen haben. Auf jeden Fall sind viele Eltern ihren Kindern keine Stütze. Und dann organisieren sich die Kinder eben selbst. In diesem Blogartikel sollen sie das weitestgehend auch tun – deshalb lass ich einfach die Bilder sprechen und kommentiere sie nur sporadisch. Also Vorhang auf für die Kinder:

Es gibt regelrechte Banden, die gemeinsam durchs Lager stromern. Vielleicht tun sich die Kinder in Gruppen zusammen, weil es so sicherer ist. Vielleicht ist es aber einach auch weniger langweilig.

Abfall

Dass es im Lager sandig und staubig ist, hab ich ja schon erzählt. Aber nicht nur dieses Mädchen macht es fassungslos, an wie vielen Stellen es einfach nur dreckig, vermüllt und trostlos aussieht. Dazwischen immer wieder diese rostroten Schlieren im Wasser oder auf der Straße – keine Ahnung, ob das Blut von einem geschlachteten Huhn oder von etwas Größerem stammt.

Wasserholen scheint Kinderarbeit zu sein im Camp. Und zwar mehrmals am Tag. Es gibt zwar relativ viele Wasserstellen im Camp, aber manche sind direkt neben einer Latrine oder das Wasser riecht auch so schon nicht so gut – deshalb müssen die kleinen Wasserträger die Mangelware Trinkwasser oft über weite Strecken tragen.

Die Hügel in den Camps sind zwar so gut wie kahl, aber irgendwie schaffen es die Kinder doch immer wieder, ein Bündel Holz nach Hause zu tragen oder die mageren Einkäufe. Es ist zum Teil harte Arbeit. Aber schon die Kinder wissen hier: Wenn nicht alle zusammenhelfen gibt es halt schlicht nichts zu essen…

Ausgleichssport. Seile gibt es im Camp anscheinend massenhaft…

JPS14199 - Kopie

…Bälle dagegen sind seltener. Dafür aber meist mit einem dicken Logo einer Hilfsorganisation versehen.

Es ist ganz selbstverständlich hier, dass Geschwister oder Nachbarskinder auf die Kleineren mit aufpassen. Sie schleppen die Zwerge ständig mit sich rum und gehen sogar im Bedarf mit ihnen zum Arzt.

Rumlungern, irgendwie den Tag rumbringen. Denn Spielsachen sind rar im Camp, die mussten die Kinder bei der Flucht meist zurücklassen.

Vielleicht war es Zufall, aber so zwischen drei und vier Uhr nachmittags scheinen die meisten Shops in den Camps mit Kindern besetzt zu sein. Ist mir an zwei Tagen aufgefallen…

Natürlich gibt es mittlerweile auch Schulen im Camp. Dort werden wenigstens die Basics wie Lesen und Schreiben vermittelt, machmal sogar noch Englisch und Burmesisch. Aber weil es eben noch viel mehr Kinder als Schulen gibt, wird meist in Schichten unterrichtet – also zwei bis drei Stunden am Vormittag, dann kommt der nächste Schwung Rotznasen dran. Daneben gibt es auch einige Madrasas, also Islamschulen, und immer mal wieder baut eine Hilfsorganisation sogenannte ‚child friendly spaces‘ auf: Ein großer Raum, der für Kinder unglaubliche Schätze birgt. Eine Rutsche zum Beispiel. Oder knallbunte Bälle, manchmal sogar Puzzle, Bilderbücher, Murmelbahnen oder kleine Webrahmen. Ein wahres Paradies also – leider nur jeweils für eine limitierte Anzahl an Kindern. Die anderen können nur von draußen zuschauen.

Zum Glück gibt es im Camp Balukhali eine Attraktion, die für jedes Kind offen ist: Die steile, abgerubbelte Riesen-Natur-Rutsche an einem Sandberg. Und da ist es völlig egal, ob beim Rutschen der blanke Bobbes geschmirgelt, die Hose am Podex dünner wird oder ein eingedrückter Wasserkanister als Bob herhalten muss – der Spaß ist sicht- und hörbar!

Two completely different sand-impressions

Wir sind heute von Dhaka nach Cox’s Bazar geflogen, dass ist die Stadt mit dem größten Sandstrand der Welt – heißt es. Ach und wir, das sind Jabed, diesmal wieder mit unterwegs als mein Fotograf und Gopal, der mich ja meistens auf meinen Reisen in Bangladesch begleitet.

Vom Flughafen aus geht’s direkt zum größten Rohingya camp – ich will mir gerne erstmal einen Überblick über die Situation verschaffen, bevor die richtige Arbeit morgen losgeht. Direkt ist allerdings relativ, denn es ist eine mindestens einstündige Strecke, ja nach Verkehr. Und ein gutes Stück Straße läuft erstmal parallel zum größten Sandstrand der Welt….

Nach und nach geht’s aber weg vom Strand, durch Straßendörfer durch, in denen ziemlich viel Verkehr herrscht – und mit allem gehandelt wird, das man sich vorstellen kann. Vom Kochtopf bis zum kompletten Bett gibt es hier alles. Und dazwischen steht immer wieder eine Kuh. Auch mitten auf der Straße. Wie in Indien 😉

Dann passieren wir eine einspurige Brücke…. das heißt, wir wollen gerne rüber, aber alles staut sich. Und der Grund dafür ragt weit über die Rikscha vor mir auf, zeigt mir den dicken, grauen Hintern und bewegt sich ziemlich gemächlich: Ein ausgewachsener Elefant! Nein sogar zwei

Erst der unglaubliche Sandstrand, dann die Fahrbahn entlang von kleinen Hainen und jetzt noch die Elefanten – kein Wunder, dass ich erstmal auch ganz begeistert über die kleinen Häuschen bin, die sich wie eine Terrassensiedlung an die sanften Hügel schmiegen. Aber der erste Eindruck täuscht. Denn die kleinen Häuschen stellen sich schnell als zusammengeschusterte Hütten heraus – erste Ausläufer der Rohingya-Camps.

Es gibt hier mehrere Camps, wir steuern aber das größte an. Hier hat die deutsche NGO CBM nämlich gerade erst ein Hilfsprojekt aufgebaut, das ich auf jeden Fall sehen will. Raus aus dem Auto, das letzte Stück – etwa 15 Minuten Weg – geht’s zu Fuß.

Die Wellblechhütten am Weg entlang sind in der Regel Anlaufstellen der verschiedensten Hilfsorganisationen. Hier tummelt sich alles, was ‚Rang und Namen‘ hat in diesem Geschäft: Ärzte ohne Grenzen, Save the Children, UNHCR oder auch einheimische NGOs wie die bengalische BRAC.

Es gibt unglaublich viele Kinder hier. Viele springen nackt herum, andere erledigen zum Teil schwere Arbeiten: schleppen Holz, Bambusstangen, schweißen Metall zusammen, hacken Löcher und Kanten in die Hügel. Wie gesagt, die sind zum Großteil terrassenförmig angelegt, mit eingekerbten Treppen. Und jetzt erst seh ich, dass die Hügel eigentlich nur aus festgestampftem Sand bestehen. Von wegen idyllische Terrassenanlage – ein starker Regenguss und viele der Häuser, Latrinen und Wasserstellen rutschen einfach ab…

Für die Lager wurden übrigens ganze Baum-Haine gerodet, die sich sonst über die Hügel ziehen. Totaler Kahlschlag an vielen Stellen. Trotzdem luckt auch immer mal wieder was Grünes aus diesem Plastik-Sand-Einerlei – und dann wirkt das endlos triste Lager plötzlich doch fast auch ein bisschen schön.

Dann haben wir’s geschafft: Die Registrierungsstelle der Christoffel-Blindenmission (CBM) taucht vor uns auf. Hier kann jeder um ärztliche Hilfe anfragen, wird erst von einem Arzt untersucht und eingeschätzt, dann an Spezialisten oder Therapeuten verwiesen, die gleich in der nächsten Zelt-Parzelle auf Hör- oder Sehschwächen untersuchen. Oder psychische und physische Beratung anbieten.

Gleich nebenan hat heute eine Art Schule aufgemacht. Wir kommen gerade noch richtig, um ein paar der rund 60 Kinder zu sehen, die hier ein bisschen beschult werden, vor allem aber einfach einen Raum haben, wo sie spielen und den tristen Lageralltag vergessen können.

Es ist kurz nach 16 Uhr, wir müssen das Lager verlassen, heißt es. Denn es wird bald dunkel und nachts darf kein foreigner mehr hier sein – das sei viel zu gefährlich.

Vielleicht krieg ich morgen mehr darüber raus, wie es in punkto Gewalt, Korruption und Prostitution hier im Lager zugeht…

Adventures before the arrival

Es ist meine sechste Reise nach Bangladesch. Und immer noch bin ich aufgeregt wie ein Teenager vor dem ersten Date, wenn ich in dieses Land reise.

Tatsächlich ist aber schon die Anreise jedesmal ein kleines Abenteuer: Gleich morgens hat erstmal das Auto gestreikt – also bei der Nachbarin klingeln, überbrücken und losfahren. Beim Check-in war mein Koffer zu schwer – viel zu schwer, ich hab wohl aus Versehen die Kiloangaben der business class mit der economy verwechselt….also hab ich zum Amüsement der umstehenden Menschen die schwersten Geschenke, Shampooflaschen und Bücher zwischen meinen Unterbuchsen rausgekramt und in den kleineren Koffer gequetscht.

Dann aber doch: Abflug fast pünktlich und ausreichend Zeit in Kuwait für den Flugzeugwechsel. Vier Stunden Aufenthalt…. genug Zeit, um die Eigenheiten in Kuweit ein bisschen näher zu betrachten.

Erstmal fällt mir auf: Hier laufen viel mehr Männer im Nachthemd rum als zum Beispiel in Marokko oder Bangladesch. Zusätzlich tragen die meisten den Kufiya, das ist das Kopftuch mit dem Ring oder den Ghutra, so nennt man das Kopftuch, das ohne den Ring zu einem Turban geknotet wird. Viel Varianz gibt es da offenbar nicht: rot-weiß-kariert, schwarz-weiß-kariert oder ganz weiß. Ein paar wenige tragen auch noch diese lustigen Kopfschiffchen, den Fez.

Und dann plötzlich tauchen überall Menschen mit auffälligen Schals auf. Alle in grün,weiß, rot. Manche haben auch noch einen schwarzen Streifen drin. OMAN steht auf manchen drauf….Ich tippe auf Fußballfans.  Obwohl, sicher bin ich nicht. Denn abgesehen von den Schals und wenigen umgehängten Flaggen deutet nichts darauf hin. Ruhig, fast ernst laufen die hier rum. Kein Vergleich zu den ausgeflippten, angetrunkenen Fußballhorden bei uns. Haben die Schals also doch eine andere Bedeutung? …das lässt mir keine Ruhe… also frage ich eine der wenigen Frauen, die auch die Farbkombi tragen, allerdings in Form von Seidenschals. Ja, es gab heute tatsächlich ein Fußballspiel. Oman gegen Saudi Arabien. Letzeres sei übrigens ihr Land. Aber leider, leider habe ihre Mannschaft nicht gewonnen. Macht aber nix, sagt sie. Weil, Oman hat es erst beim Elfmeterschießen geschafft und das sei ja fast wie Glücksspiel…

Etwa zwei Stunden vor Abflug frag ich am Schalter nach meinem Abflug-Gate. 28 heißt es da. Also roller ich in die Richtung. Gate 25. Gate 26. Und dann ist Schluß. Das Schild mit der Zahl 28 zeigt nach unten. Aber die Treppe nach unten ist blockiert. Von Horden von Fußballfans und drei Airport-Security-Männern in Neonjacken. Ich winde mich durch die Massen, sorgsam darauf bedacht, keinerlei männliche Körperteile direkt zu berühren. Nur mein Ticket tut das. Nein, ich könne erst zur boarding-Zeit zu meinem Gate. Ich solle warten. Toll! Über eine Stunde soll ich mir jetzt hier die Beine in den Bauch stehen? Sitzgelegenheiten gibt’s nämlich nirgends…

Ich bemerke innerhalb der Horde eine Gruppe, die wesentlich kleiner gewachsen ist, keine Wickeltücher um den Kopf hat und auch keine Nachthemden trägt – Bangladeshi! Bei denen bleib ich stehen. Sicherheitshalber. Und kurz vor boarding-time stellt sich heraus, dass das eine seeeeehr gute Entscheidung war. Ein Ruf aus Richtung der Treppe – für mich unverständlich versteht sich – dann setzt sich die Bangla-Gruppe in entgegengesetzter Richtung in Trab. Und auf Nachfrage höre ich, dass wir zu Gate 20 sollen, also wieder ans andere Ende des Terminals.

Ich mach’s mal kurz: 1,5 Stunden dort Schlangestehen, lautstarke, fast handgreifliche Auseinandersetzungen zwischen Kuwaitis und dem boarding Personal – Grund unbekannt – und irgendwann dann doch im Flieger gelandet. Mit über einer Stunde Verspätung.

Und nach weiteren vier Stunden kaum aus dem Flugzeug raus, fühl ich ganz deutlich, dass ich am Ziel bin: Mich hat nämlich gerade der erste bengalische Moskito gestochen!