Ruti – das bengalische Brot

Heute wird’s hier mal wieder etwas aktiver – es gibt nämlich mal wieder ein Rezept zum Ausprobieren.

Böse Zungen behaupten ja, in Bangladesch gäbe es immer nur Reis – zum Frühstück, zum Mittagessen und abends auch gleich noch…Das stimmt nur fast. Morgens habe ich oft Ruti bekommen, ein herrlich fluffig-würziges Brot. Okay, eher ein Fladenbrot. Aber lecker!

Und weil mir meine Freundin Nisha mal wieder eine super-genaue Anleitung (für vier Rutis) samt Bilder geschickt hat, könnt Ihr gleich loslegen:

  1. schüttet ein halbes Glass Wasser in einen Topf, etwa einen halben Teelöffel Salz dazu und zum Kochen bringen

2. dann eine Tasse Mehl in das kochende Wasser und alles gut vermischen – damit habt Ihr schon den Ruti-Teig. Er darf übrigens nicht trocken sein

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3. dann raus mit dem Teig, gut durchkneten und in vier gleich große Knödel aufteilen

4. jedes einzelne Ruti-Stück muss jetzt gut gerollt werden – das scheint enorm wichtig zu sein. Warum konnte mir Nisha zwar nicht erklären, aber vielleicht kommt dadurch nochmal Luft rein, die nachher die Rutis so fluffig macht

5. jetzt die Teigklümpchen zu einem Ball rollen, von beiden Seiten leicht mit den Fingern andrücken und dann geht’s ans Ausrollen

6. Mehl drauf und jetzt kommt eine spezielle Teigrolle zum Einsatz: Die Bangla-Rolle hat nämlich Rillen, die sich wie eine Spirale von links nach rechts ziehen. Und damit kann man den Teig – mit ein bisschen Übung –  mit gleichmäßigen Drehungen ausrollen. Also der Teig selbst wird dabei bewegt, er dreht sich beim Rollen. Mit dem Effekt, dass eine gleichmäßig runde Teigplatte entsteht (ich bin zwar noch nicht perfekt beim Ausrollen, aber ich hab mir auf jeden Fall so einen pfiffigen Teigroller angeschafft 😉 )

7. jetzt geht’s ans Ausbacken: Bei Gasherden eine flache Pfanne auf mittlere Stufe erhitzen, bei Elektroherden würd ich erstmal volle Pulle geben und später runterdrehen. Die Pfanne sollte ziemlich heiß sein, KEIN Öl oder Fett rein, dafür aber die Ruti-Flade, sobald die Pfanne heiß ist.

Es werden beim Ausbacken kleine Blasen entstehen, die man vorsichtig flach drückt. Ansonsten einfach kurz von beiden Seiten anbraten bis kleine braune Punkte anzeigen, dass das Ruti fertig ist.

Dieses Fladenbrot wird übrigens meines Wissens nur morgens gegessen. Dafür aber gerne mit Spiegelei oder den aufgewärmten Resten vom Vortag. Und besonders lecker ist es zu meinem Lieblingsgericht: Pumpkin-Curry made by Nisha!!!

Apropos, ich muss Euch ja noch meine Koch-Lehrerin Nisha vorstellen

nisha

Manche kennen sie wahrscheinlich schon vom Pumpkin-Curry-Rezept. Nisha macht es offenbar viel Spaß, mich in die Geheimnisse der bengalischen Küche einzuweisen und sie ist dabei unglaublich geduldig! Auch wenn ich für ein Ruti die doppelte Zeit gebraucht habe, wenn mein Reis-Mehl-Crèpes nicht die richtige Größe hatte oder ich beim Putzen des Algen-ähnlichen Gemüses einfach nicht ihren eleganten Dreh mit der Hand hinbekommen habe…

DHONNOBAD NISHA!

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