Gourmandising in Bangladesh

Auf eins kann man sich bei Bangla-Food immer verlassen: Es gibt Reis!

Und zwar zum Mittag – und Abendessen, manchmal auch zum Frühstück und außerdem als Nachtisch. Kein Witz!

Aber ansonsten ist die Küche unglaublich vielfältig und – wenigstens für meinen Geschmack – ‚delicious‘! Es gibt in der Regel mehr als ein Gericht und wenigstens zum Mittagessen ist immer ‚Dhal‘ dabei. Dhal kannte ich bisher nur aus der indischen Küche, dort ist es eine Art Mus aus Hülsenfrüchten. In der bengalischen Variante ist es aber viel flüssiger, eher wie eine Suppe. Die Fleisch-, Fisch- und Gemüsevariationen gibt es in verschiedenen Schärfegraden, wobei die aber in der Regel angenehm bis erträglich sind – anders als in der indischen Küche, bei der mir schon die Vorspeise mal die Geschmacksknospen weggeätzt hat, so dass ich vom Rest des Essens eigentlich nichts mehr mitgekriegt habe. In Bangladesch dagegen hatte ich bisher nur ein einziges Fischgericht, bei dem ich in Schweiß ausgebrochen bin, aber Gewürze spielen hier schon eine große Rolle und ich garantiere: Anhänger der ’spicy‘-Küche kommen hier voll auf ihre Kosten!

Leider kann ich mir nur schlecht merken, wie die einzelnen Gerichte heißen und manche Gemüsesorten waren mir auch völlig unbekannt, aber es lohnt sich, alles zu testen und erst zu fragen, was man gerade gegessen hat, wenn die Geschmacksknospen schon überzeugt sind. Mein persönlicher Favorit ist im Moment ein Curry aus einer speziellen Kürbisart, die von außen aussieht wie eine riesige Wassermelone… und irgendwie hat meine Gastfamilie meinen kulinarischen Flirt mit diesem Gericht wohl auch bemerkt, denn nach meinem wohligen Grunzen bei der ersten Kürbis-Gemüse-Begegnung und dem auffällig häufigen Kontakt auf meinem Teller, stand zauberhafter Weise immer ein Schälchen davon auf dem Tisch – auch schon zum Frühstück.

Nach meinem subjektiven Eindruck scheint man in Dhaka übrigens weniger Lamm und Rind zu essen, als zum Beispiel in den ländlichen Regionen, dafür sind die Fische größer. Und überall gibt es ‚Chicken‘ – in allen Varianten, mit rotem, gelben oder grünem Curry.

Besonders erwähnenswert sind auch die Salate – die natürlich auch mit Reis gegessen werden. Sie werden gerne mit frischem Korianderblättern zubereitet, was dem Salat etwas – ich bin jetzt mal etwas synästhetisch – unglaublich Freches geben.

Ja, ich gebe zu, für kulinarische Stoiker und Puristen ist die Bangla-Küche nichts. Denn sie umschmeichelt die Nase, kitzelt die Zunge, lässt Geschmacksknospen explodieren und Hautporen öffnen. ABER – und dieser Aspekt ist mir wenigstens auch ab und zu wichtig – ich habe trotz des Schwelgens und Schlemmens nicht zugenommen!!!

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