You are most welcome – first contact with my hosts

Was war ich erleichtert, dass ich am Flughafen abgeholt wurde – Freunde hatten einen Fahrer organisiert, dem ich nichts erklären muss, der mich einfach zu meinem Domizil für die kommenden Tage fährt. Dieses Mal schlafe ich ja nicht im Hotel, sondern bei der Schwester eines Freundes, den ich bei der letzten Reise kennengelernt hatte.

Ich kenne sie noch nicht persönlich, hatte bisher nur Kontakt über Facebook und Mail und bin gespannt, was mich erwartet.

Aber erstmal hat mich Dhaka wieder: es wird immer noch ständig gehupt und geklingelt, der Fahrstil der Verkehrs-teilnehmer ist immer noch abenteuerlich, aber irgendwas ist diesmal anders…es ist auffällig wenig Verkehr auf den Straßen. Ob das mit den politischen Unruhen zusammenhängt, mit den Straßensperren der Opposition und der ständigen Gefahr von Brandbomben-Anschlägen, von denen ich gehört habe, frag ich den Fahrer. Der wirft mir kurz einen amüsierten Blick von der Seite zu und sagt dann: No, it is only too early for the daily traffic jam.

Die Straßen, durch die wir fahren werden kleiner, wir kommen an einem kleinen Markt vorbei und offenbar kommen in meinem Magen nicht nur Erinnerungen an eine Achterbahnfahrt hoch…denn der Fahrer versucht den schlimmsten Schlaglöchern, den Hühnern, Rikschas, Menschen und Marktabfällen auszuweichen und dann endlich hält er an, vor dem Garagentor eines fünfstöckigen Hauses, hupt dreimal und ein alter Mann mit einer Art Küchentuch um die Hüfte öffnet das Tor.

Ein schmaler junger Mann empfängt mich, lotst mich in etwas holprigem Englisch zum Fahrstuhl und versichert mir ständig, dass ich ‚most welcome‘ bin und mich alle schon sehnsüchtig erwarten.

‚Alle‘ sind dann auch im Wohnzimmer versammelt und begrüßen mich dem Temperament entsprechend: Die Dame des Hauses strahlend und mit einem herzhaften Drücker an der üppigen Brust, die Männer mit jeweils weit ausgestrecktem Arm zum handshaking. Dann wird mir versichert, dass sie einfach und unkompliziert leben, ich jederzeit den Kühlschrank plündern, die Küche benutzen und überhaupt mich wie zu Hause fühlen soll, bis ich mich in einem kleinen Zimmer wiederfinde, mit einem etwas gewöhnungsbedürftigen Bett: Auf dem Bettgestell liegt ein großes Brett und die ‚Matratze‘ ähnelt eher einer Art Yogamatte – jedenfalls ist sie nicht dicker. Ganz plötzlich muss ich an Fakire denken, die auf den unmöglichsten Unterlagen schlafen können…

Aber dafür hab ich ein niegelnagelneues, weiches Kissen, das extra für ich angeschafft wurde.

Den ersten Teil des Tages hab ich dann sehr effektiv und dem Bett entsprechend genutzt: Ich hab geschlafen wie ein Stein!

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