das wird man ja noch sagen dürfen….mancherorts eben nicht!

Drei Monate ist es jetzt her, dass ich in Bangladesch war – drei Monate, in der mich dieses Land und seine Leute immer noch nicht loslassen. Ein Beispiel: Bei der Recherche über Hilfsorganisationen in Bangladesch bin ich auf eine Internetseite mit einer Liste aller offiziell gemeldeten NGOs gestoßen. Leider war die Liste nicht vollständig, also hab ich ein Mail an den Inhaber der Seite geschrieben, dass er mir bitte die komplette Liste zuschicken soll. Ein paar Minuten später hatte ich die Liste samt einem sehr netten Antwortschreiben in englisch, mit dem kryptischen Satz: „Es ist erstaunlich, dass Sie um Informationen aus meinem Land anfragen, während ich in Ihrem Land bin“. Einen Mailwechsel später wusste ich: Der Absender ist ein Journalist aus Bangladesch, der wegen Todesdrohungen nicht mehr in sein Land zurück kann und jetzt als Asylbewerber in der Nähe von Dortmund lebt. Mittlerweile kenne ich seine Geschichte, seinen Alltag als Asylbewerber und die Situation für Journalisten in Bangladesch ganz gut – jedenfalls gut genug, um daraus ein paar spannende Radio-Stücke machen zu können!

Advertisements

Ein Kommentar zu “das wird man ja noch sagen dürfen….mancherorts eben nicht!

  1. Das kann ich nur unterstützen. Eine seltene Gelegenheit, Irrungen und Wirrungen gefährdeter journalistischer Meinungsfreiheit nachzuzeichnen. Möge das Thema ins Radio kommen…

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s