Let’s talk about….dogs

Treue, schwanzwedelnde Begleiter, die neugierig ihre Umgebung erkunden und auf Zuruf sofort reagieren – so geben sich die meisten Hunde in Deutschland….

Klar, ich wusste schon, dass es in Bangladesch viele streunende Straßenköter gibt und vorsorglich hab ich mich auch vor der Reise gegen Tollwut impfen lassen, aber trotzdem war es für mich fast ein Schock, die Hunde in Bangladesch zu beobachten: Ausgehungert sahen sie aus, viele hatten dreckverkrustetes, stumpfes Fell und sogar offene Wunden. Was mich aber viel mehr getroffen hat, war ihr Verhalten: stumpfe Augen, den Kopf gesenkt, den Schwanz zwischen die Hinterbeine geklemmt schleichen die Hunde hier durch die Straßen, als bemühten sie sich, nur nicht aufzufallen, nur eine Art Schatten zu sein.

Ich hab versucht einen anzusprechen und mit leisen, warmen Worten zu locken…er traute sich nicht mich anzuschauen und drückte sich nur noch stärker gegen eine Wellblechwand. Sein Fell hatte lichte Stellen und die Haut darunter kleine, rote entzündete Stellen. Er war bestimmt einen wandelnde Flohmatratze, aber die Reaktion einer Bangladeshi hat mich dann doch erstaunt: sie hüpfte laut kreischend und offenbar völlig verängstigt vor diesem Hund davon…

Ein Hund als Haustier – das ist undenkbar in Bangladesch, hat mir einer unserer lokalen Führer erklärt. In Ausnahmefällen werden sie als Wachhunde gehalten. Aber sie gelten als unrein und nutzlos – oder im Fall der ganz Verarmten, sogar als Konkurrenz um essbare Abfälle.

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